Erklärung zur Erhebung der Eintrittsgelder für den Mosel-Wein-Nachts-Markt 2020 / 2021

Wir feiern dieses Jahr ein Jubiläum: 10 Jahre Mosel-Wein-Nachts-Markt

Ja, wir sind erfolgreich unterwegs und zählen zu den 10 schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands..

Das soll auch in Zukunft so bleiben und deshalb muss man investieren.

Zurzeit schlägt jeder Mosel-Wein-Nachts-Markt mit ca. 30.000 € bis ca. 50.000 € zu Buche und dabei sind die Gestaltungsspielräume zur Umsetzung gering.

Das müssen wir umkehren, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.

Es müssen Mittel zur Verfügung stehen, um weiter Innovativ und handlungsfähig sein zu können.
Bereits in der letzten Wahlzeit forderte die CDU Fraktion Einnahmen zu generieren und daraus resulierte das Gutachten.
In der ersten Sitzung des neuen Rates beantragte die CDU/FDP Fraktion die Einsichtnahme in das bis dato noch nicht veröffentlichte Wirtschaftlichkeitsgutachten sowie seine Veröffentlichung. Wie jedem bekannt, wurde 2017 ein Unternehmen beauftragt ein Wirtschaftlichkeitsgutachten Mosel-Wein-Nachts-Markt zu erarbeiten. Mit umfangreichen Recherchen (wir sind übrigens nicht der einzige Weihnachtsmarkt, der Eintritt erhebt) und Besucherbefragungen direkt auf dem Mosel-Wein-Nachts-Markt wurde dieses Gutachten erstellt.

Direkt nach intensivem Studium des Gutachtens stellte ich mir die Frage, warum wurde dieses Gutachten mit klaren Handlungsempfehlungen nicht schon längst umgesetzt?
Weiterhin wurde auf unseren Antrag ein Arbeitskreis Weiterentwicklung MWNM mit dem Ziel, Möglichkeiten der Einnahmen zu generieren, gebildet.

Jetzt ist es soweit,
Ein moderater Eintrittspreis wurde gewählt: 5,00€ für ein ganzes Wochenende, 10,00 € für 23 Tage
ab 18:00 Uhr ist der Eintritt frei, sowie freier Eintritt für Behinderte mit Zeichen G und Jugendliche unter 18 Jahren.
Eintritt wird nur in den unterirdischen Kellern (Gastronomiekeller ausgenommen!) erhoben. Eine Vorgehensweise, die aus dem Wirtschaftlichkeitsgutachten resultiert, in das die Angaben der MWNM-Besucher einbezogen wurden.

Wir haben auch in Betracht gezogen, Einheimischen einen kostenlosen Eintritt zu ermöglichen, können dies aber nach geltendem EU Recht nicht umsetzen. Jeder Einheimische kann natürlich bei der Frag-mich doch-Aktion – ich rühre jetzt schon einmal die Werbetrommel – denn die lebenden Infosäulen werden in ihrer roten Jacke natürlich nicht zur Kasse gebeten, mitmachen.
Die Eintrittsgelder sind nicht Umlagepflichtig und können den Tourismusbeitrag senken.

Diese Eintrittsgelder sollen natürlich zweckgebunden in den Mosel-Wein-Nachts-Markt fließen. Wir können dann qualitative hochwertigere Veranstaltungen oder spezielle Events für Kinder anbieten, die Parkplatzsituation entschärfen indem wir einen Shuttledienst einführen, Busfahrerbetreuung und vor allem auch in hochwertigere und größere Toilettenanlagen investieren, die der Stadt sogar das ganze Jahr zu Gute kommen. Bei einem Eintrittsgeld können andere Veranstaltungen, wie Ausstellungen für Kinder kostenlos angeboten werden


Eisenbahn- oder Legoveranstaltungen werden z. B. kostenlos angeboten.

Selbstverständlich soll auch der 10. Mosel-Wein-Nachts-Markt trotz Eintrittsgelder wieder zu einem Highlight der Besucher werden. Ich bin mir sicher, dass unsere personell aufgestockte Tourist-Information mit vielen neuen Ideen ein gutes Programm für den anstehenden Weihnachtsmarkt entwickeln wird, der jedem Besucher den Eintritt auch wert sein wird.


Erhöhte Personalkosten der Tourist-Information und den Bauhof für den Mosel-Wein-Nachts-Markt müssen aufgefangen werden.

Inzwischen konnten auch einige Skeptiker von der Notwendigkeit überzeugt werden und ich freue mich, dass wir gemeinsam hinter dieser Lösung stehen.

Wenn auch das Gutachten jedem Bürger bekannt ist, hoffen wir auch auf mehr Verständnis, bzw. Zustimmung unserer Bürger, Kellerbetreiber und Standbetreiber. Warten wir einmal ab, was unsere Tourist-Information dieses Jahr auf die Beine stellen wird. Ich bitte jedoch auch zu beachten, dass es natürlich zu „Anfangsschwierigkeiten“ kommen kann – da sind wir ganz realistisch und da kann auch weder unsere Tourist-Information noch wir Politiker etwas dafür. Wir sollten konstruktiv zu einer Verbesserung der Situation beitragen, statt uns in Facebook unsere Finger wund zu tippen.

Die CDU/FDP Fraktion stimmt der Einführung von Eintrittsgeldern zu.